Innovative Ideen für die Energieversorgung von morgen
Sie möchten als lokales Energieversorgungsunternehmen neue Lösungen für eine integrierte Energieversorgung entwickeln und unter realen Bedingungen umsetzen?
Die EKT Energiestiftung unterstützt Modell- und Pilotprojekte im Kanton Thurgau, die verschiedene Elemente der Energieversorgung intelligent verbinden und Erkenntnisse schaffen, die auch für andere EVU, Gemeinden oder Areale nutzbar sind.
Der Einstieg ist bewusst einfach: Reichen Sie zunächst eine kurze Projektskizze ein. Erst nach einer ersten Rückmeldung wird ein vollständiger Antrag ausgearbeitet.
Haben Sie eine Projektidee?
Prüfen Sie mit dem Schnellcheck, ob Ihr Vorhaben grundsätzlich zur Ausschreibung passt, und reichen Sie anschliessend Ihre kurze Projektskizze ein bis zum 15. Dezember 2026 ein.
Die Energieversorgung befindet sich im Wandel. Dezentrale Energieerzeugung, Speicher, flexible Verbraucher, Elektromobilität und intelligente Steuerungen verändern die Anforderungen an lokale Energieversorgungsunternehmen. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten, Energie lokal zu produzieren, zu speichern und effizient zu nutzen.
Genau hier setzt «Energiezukunft Thurgau» an. Die EKT Energiestiftung schafft finanziellen und fachlichen Spielraum, um neue Lösungen unter realen Bedingungen umzusetzen und zu erproben. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch für weitere EVU, Gemeinden und Areale nutzbar werden.
Schnellcheck
Ihre Projektidee passt grundsätzlich, wenn Sie die folgenden Fragen mit Ja beantworten können:
Wird das Projekt überwiegend im Kanton Thurgau umgesetzt?
Tritt das für das Projekt zuständige lokale EVU als Antragsteller auf?
Verbindet das Projekt mindestens zwei Dimensionen der integrierten Energieversorgung?
Geht die Lösung über eine Standardlösung bzw. das gesetzliche Minimum hinaus?
Hat das Projekt Pilot- oder Modellcharakter für den Kanton Thurgau?
Ist eine Umsetzung unter realen Bedingungen vorgesehen?
Ist das Projekt innerhalb von maximal drei Jahren realisierbar?
Welche Projekte suchen wir?
Gesucht werden umsetzungsorientierte Modell- und Pilotprojekte für dezentrale Energiegemeinschaften und integrierte Energieversorgungsmodelle. Dabei müssen mindestens zwei der folgenden sechs Dimensionen zu einem lokalen Gesamtsystem verbunden werden.
Auch die Weiterentwicklung bereits bewährter Ansätze ist möglich, wenn sie im Thurgau Modellcharakter besitzen und gemeinsam mit dem zuständigen EVU umgesetzt werden.
Im Zentrum stehen Projekte, die einen konkreten Mehrwert für die lokale Energieversorgung schaffen, insbesondere durch:
höhere Eigenversorgung
geringere Lastspitzen
effizientere Netznutzung
neue Formen der Zusammenarbeit
stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und von Flexibilitäten
Erkenntnisse, die auf weitere EVU, Gemeinden oder Areale übertragbar sind.
Gesucht werden keine rein theoretischen Konzepte, sondern Lösungen, die umgesetzt oder unter realen Bedingungen erprobt werden.
Das zuständige lokale EVU muss zwingend Antragsteller sein. Projektideen können gemeinsam mit weiteren Akteuren entwickelt und umgesetzt werden, beispielsweise mit:
Gemeinden
Energiegenossenschaften und Energiegemeinschaften
Arealentwicklern und Arealversorgern
Unternehmen
weiteren geeigneten lokalen Partnern.
Die formelle Antragstellung und Projektverantwortung liegen jedoch beim lokalen EVU. Projekte ohne lokales EVU als Antragsteller sind nicht förderfähig.
Gefördert werden die innovativen und förderfähigen Projektkosten - also jene Aufwendungen, die unmittelbar mit der Entwicklung, Umsetzung, Erprobung und Auswertung neuer oder weiterentwickelter Lösungsansätze verbunden sind.
Die Förderquote beträgt maximal 50 % dieser Kosten. Die restliche Finanzierung erfolgt über Eigenmittel, Eigenleistungen oder weitere Finanzierungsquellen.
Förderfähig können beispielsweise sein:
Projektmanagement und technische Planung
Systemintegration und digitale Steuerung
Mess- und Monitoringkonzepte
Kommunikation und Wissenstransfer
projektbezogene externe Leistungen
innovative, für die Erprobung erforderliche Hardware und Infrastruktur.
reine Tarifmodelle
klassische Netzausbauten
isolierte Einzelmassnahmen ohne integrierten Ansatz
reine Ersatzinvestitionen und Standardinfrastruktur ohne Innovations- oder Modellcharakter
laufende Betriebs- und allgemeine Verwaltungskosten ohne direkten Projektbezug
Kosten, die bereits vollständig durch andere Fördermittel finanziert sind.
Ein Projektantrag kann zudem ausgeschlossen werden, wenn er verspätet oder unvollständig eingereicht wird, das zuständige EVU nicht Antragsteller ist, grundlegende Anforderungen nicht erfüllt sind oder die Finanzierung nicht plausibel bzw. eine Doppelfinanzierung nicht offengelegt ist.
Für die erste Stufe genügt eine kurze Beschreibung Ihrer Projektidee.
Halten Sie folgende Angaben bereit:
Kurzbezeichnung und Kurzbeschreibung der Projektidee
vorgesehene Dimensionen der integrierten Energieversorgung
Projektgebiet und Bezug zum Kanton Thurgau
beteiligte Projektpartner und ihre Rollen
erste Schätzung der innovativen und förderfähigen Projektkosten.
Ergänzende Unterlagen können hochgeladen werden, soweit dies im Formular vorgesehen ist.
Projektskizze einreichen Sie reichen Ihre Projektidee in reduzierter Form über Google Forms ein.
Rückmeldung erhalten Die EKT Energiestiftung prüft die grundsätzliche Passung. Bei Bedarf folgt ein Gespräch, eine Präsentation oder ein Pitch.
Vollantrag ausarbeiten Nach der ersten Rückmeldung kann der vollständige Antrag elektronisch über spheriq eingereicht werden.
Förderentscheid Die eingereichten Vollanträge werden formell und fachlich beurteilt. Der Förderentscheid erfolgt durch die zuständigen Gremien der EKT Energiestiftung.
Wichtig: Eine positive Rückmeldung zur Projektskizze ist noch keine Förderzusage.
28. September 2026 Start der Ausschreibung
28. September bis 15. Dezember 2026 Einreichung der Projektskizzen
1. bis 15. Januar 2027 Vorprüfung der Projektskizzen
15. Januar bis 12. Februar 2027 mögliche Gespräche und Präsentationen
5. März 2027 Einreichungsfrist Vollantrag
31. März 2027 Förderentscheid
ab Mai 2027 Projektstart
Gemeinsam für die Energiezukunft im Thurgau: Vertreter von Gemeinden, Energieversorgung und Infrastruktur begleiten die Ausschreibung. Sie bringen ihre Praxiserfahrung ein und unterstützen die EKT Energiestiftung dabei, die Projektideen an den konkreten Herausforderungen im Kanton Thurgau auszurichten.
Markus Bürgi Vizepräsident Verband Thurgauer Gemeinden (VTG)
Erich Brunner Präsident Verband Thurgauischer Elektrizitätsversorgungen (VTE)
Adrian Bachmann Mitglied der Geschäftsleitung EKT AG, Bereichsleiter Produktion und Gebäude
“
Die Anforderungen an die EVU im Kanton Thurgau verändern sich mit dem Zubau der erneuerbaren Energien und der Dezentralisierung der Stromproduktion rasant. Mit der gemeinsamen Initiative unterstützen wir speziell die kleinen EVU, sich auf diese Veränderungen vorzubereiten und die neue Chancen zu nutzen.
”
Erich Brunner
Präsident Verband Thurgauischer Elektrizitätsversorgungen (VTE)
“
Das Modellprojekt Energiezukunft Thurgau unterstützt Thurgauer Gemeinden und EVU dabei, trotz dem herausforderndem Tagesgeschäft innovative Ansätze umzusetzen. Dies trägt zur Versorgungssicherheit bei und kommt auch der Bevölkerung zugute.
”
Markus Bürgi
Vizepräsident Verband Thurgauer Gemeinden (VTG)
“
Die EKT unterstützen die Initiative Modellprojekt Energiezukunft Thurgau, weil sie den EVU erlaubt, neue Geschäftsmodelle und Technologien zu pilotieren, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und diese auch mit der gesamten Energiebranche zu teilen. Davon profitiert der gesamte Kanton.
”
Adrian Bachmann
Mitglied der Geschäftsleitung EKT AG, Bereichsleiter Produktion und Gebäude
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